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Titel
Entwickelt und fixiert. Zur unternehmens- und technikgeschichte der Deutsche fotoindustrie dargestellt am beispiel derAGFA ag Leverkusen und des VEB filmfabrik Wolfen (1945-1995)
Schrijver
Fengler, Silke
Taal
Duits
ISBN
9783837500127
Uitgever
Klartext
Prijs
€ 22,50(Excl. verzendkosten)
Bijzonderheden
2009, 311 pp., paperback. Goed
Meer info
Strak, net en fris exemplaar.
Agfa Leverkusen wie auch der VEB Filmfabrik Wolfen sind Nachfolger der Sparte Fotografie der IG Farbenindustrie AG (Agfa), eines in der Zwischenkriegszeit technologisch und wirtschaftlich führenden Unternehmens der fotochemischen Industrie. Beide zählten im Technologiewettbewerb langfristig zu den Verlierern. Bei Agfa Ost und West wirkte sich die Fortdauer des technologischen und ökonomischen Erbes gleichermaßen stabilisierend wie krisenfördernd aus. Die Vorteile pfadabhängiger Prozesse traten besonders in der Nachkriegszeit auf expandierenden Märkten zutage. Deren Nachteile zeigten sich angesichts der dramatischen Veränderungen auf den weltweiten Fotomärkten - Konzentration und Globalisierung der Märkte, Auftreten neuer Konkurrenten und Technologien - seit den frühen 1960er Jahren. Mit der fortschreitenden Elektronisierung nahm in den 1970er Jahren der Einfluss nicht fotochemiebasierter Technologien auf die Fotografie zu. Die mittlerweile in größeren Unternehmens- bzw. Betriebsstrukturen aufgegangene Agfa-Gevaert AG Leverkusen und das Fotochemische Kombinat Wolfen vollzogen den Paradigmenwechsel von der analogen zur digitalen Fotografie jedoch nicht mehr, sondern hielten so lange wie möglich an überkommenen Entwicklungspfaden fest. Mit der Analyse der Ursachen dieser mehrheitlich krisenhaften Entwicklung reiht sich die Studie in ein Forschungsfeld ein, das neben der Entstehung von Unternehmen vor allem deren Niedergang im Sinne einer "business demography" untersucht. Die Studie untersucht am Beispiel des westdeutschen Fotounternehmens Agfa Leverkusen und München sowie des ostdeutschen Volkseigenen Betriebes Filmfabrik Wolfen die Problematik geteilter Unternehmen in vergleichender deutsch-deutscher Perspektive. Ausgehend von evolutionsökonomischen Theorien, nimmt sie das technologische und ökonomische Erbe der beiden bedeutendsten Fotochemieproduzenten Deutschlands in den Blick. Dabei fragt sie nach Pfadabhängigkeiten in der betrieblichen Entwicklung zwischen 1945 und 1990.
Agfa Leverkusen wie auch der VEB Filmfabrik Wolfen sind Nachfolger der Sparte Fotografie der IG Farbenindustrie AG (Agfa), eines in der Zwischenkriegszeit technologisch und wirtschaftlich führenden Unternehmens der fotochemischen Industrie. Beide zählten im Technologiewettbewerb langfristig zu den Verlierern. Bei Agfa Ost und West wirkte sich die Fortdauer des technologischen und ökonomischen Erbes gleichermaßen stabilisierend wie krisenfördernd aus. Die Vorteile pfadabhängiger Prozesse traten besonders in der Nachkriegszeit auf expandierenden Märkten zutage. Deren Nachteile zeigten sich angesichts der dramatischen Veränderungen auf den weltweiten Fotomärkten - Konzentration und Globalisierung der Märkte, Auftreten neuer Konkurrenten und Technologien - seit den frühen 1960er Jahren. Mit der fortschreitenden Elektronisierung nahm in den 1970er Jahren der Einfluss nicht fotochemiebasierter Technologien auf die Fotografie zu. Die mittlerweile in größeren Unternehmens- bzw. Betriebsstrukturen aufgegangene Agfa-Gevaert AG Leverkusen und das Fotochemische Kombinat Wolfen vollzogen den Paradigmenwechsel von der analogen zur digitalen Fotografie jedoch nicht mehr, sondern hielten so lange wie möglich an überkommenen Entwicklungspfaden fest. Mit der Analyse der Ursachen dieser mehrheitlich krisenhaften Entwicklung reiht sich die Studie in ein Forschungsfeld ein, das neben der Entstehung von Unternehmen vor allem deren Niedergang im Sinne einer "business demography" untersucht. Die Studie untersucht am Beispiel des westdeutschen Fotounternehmens Agfa Leverkusen und München sowie des ostdeutschen Volkseigenen Betriebes Filmfabrik Wolfen die Problematik geteilter Unternehmen in vergleichender deutsch-deutscher Perspektive. Ausgehend von evolutionsökonomischen Theorien, nimmt sie das technologische und ökonomische Erbe der beiden bedeutendsten Fotochemieproduzenten Deutschlands in den Blick. Dabei fragt sie nach Pfadabhängigkeiten in der betrieblichen Entwicklung zwischen 1945 und 1990.
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